Mitgestalten und Anpacken gefragt!

Als anerkannte FÖJ-Einsatzstelle bieten wir jedes Jahr zwei jungen Menschen die Möglichkeit, aktiv im Naturschutz mitzuarbeiten und die Abläufe in einer Naturschutzstation kennenzulernen.

Der FÖJler  bekommt Einblick in die verschiedenen Bereiche der Landschaftspflege, Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung. Die Aufgabenstellung ist sehr vielseitig. Die Hauptaufgaben des Freiwilligen sind die Tierversorgung, Naturschutzarbeiten im Gebiet und die Mitarbeit in der Öffentlichkeitsarbeit mit Betreuung des Infohauses „Haus der Wilden Weiden“. In der Umweltbildung besteht die Möglichkeit, die Umweltpädagogen bei ihrer Arbeit mit Kindergruppen zu begleiten und auch selbständig Gruppen zu leiten.

Der Einsatzplan beinhaltet im Wesentlichen folgende Aufgaben und Tätigkeiten:

-       Versorgung von Nutztieren

-       Praktische Arbeiten im Naturschutz (Pflegemaßnahmen, Entkusselungen)

-       Praktische Arbeiten in der Tierbetreuung (z. B. Freischneiden von Zäunen, Unterstützung des
        Landwirtes bei allen anfallenden Arbeiten)

-       Allgemeine Arbeiten im Naturschutzgebiet (z. B. Kontrollfahrten, Überprüfung der
         Rundwanderwege)

-       Betreuung des Infohauses „Haus der Wilden Weiden“ innerhalb der Öffnungszeiten (Es fällt
        dadurch auch Wochenend- und gelegentlich Feiertagsarbeit an)

-       Mitarbeit in der Öffentlichkeitsarbeit (z. B. Pressemeldungen, Facebook, Mitorganisation von
        Festen) und Verwaltung

-       Mitarbeit in der Umweltbildung (Unterstützung Organisation, Durchführung von
        Kindergeburtstagen)

Wir unterstützen das Bildungsjahr, indem wir Gelegenheit und Raum geben, die Tätigkeiten der Umweltpädagogen zu begleiten, an Führungen teilzunehmen und ein eigenes FÖJ Projekt durchzuführen.

Allgemeine Information über das FÖJ und Bewerbung (nur über BUE):

www.hamburg.de/foej

 

Bei Fragen zur Einsatzstelle:

Stiftung Natur im Norden

Info@Haus-der-Wilden-Weiden.de

Tel.: 040/18 04 48 60 10


 

Schau doch mal rein:

Freiwilliges ökologisches Jahr im Haus der Wilden Weiden: Tide TV begleitet die FÖJler einen Tag lang im Naturschutzgebiet Höltigbaum: https://www.youtube.com/watch?v=AqHEC3HORYI


Projekt "Geführte Hundewanderung" im Jahresprogramm
(Jahrgang 2016/2017)

FÖJlerin Renee Ullmann, selbst Besitzerin eines Hundes, erkannte schnell das Spannungsfeld zwischen den Belangen des Naturschutzes und den Wünschen von Hundehaltern im Höltigbaum. Obwohl ein großer Hundeauslauf dem natürlichen Bewegungsdrang der Tiere Rechnung trägt, kommt es leider immer wieder zu Ordnungswidrigkeiten durch frei laufende Hunde im Naturschutzgebiet.

Renee entwickelte zusammen mit einer professionellen Hunde-Erziehungsberaterin eine Führung durch das Naturschutzgebiet mit angeleintem Hund. Mit Fährtenarbeit und Dummytraining zeigte sie, dass artgerechte Beschäftigung in Zusammenarbeit mit Mensch und Hund an der Leine allen Beteiligten Spaß macht und nebenbei noch einiges über den Naturschutz gelernt werden kann.


Projekt "Flaschenlämmer"
(Jahrgang 2016/2017)

Die Lammzeit ist jedes Jahr ein Highlight im FÖJ. Durch unglückliche Umstände mutterlos geworden, adoptierte FÖJlerin Marietta Liske kurzerhand zwei Waisenlämmer und zog sie in mühevoller Arbeit mit der Flasche groß. Die Aufgabe war mit hohem Einsatz verbunden, weil die beiden Babys rund um die Uhr mit Ersatzmilch versorgt werden mussten. Sogar die private Wohnung funktionierte Marietta kurzerhand zum Ersatzstall um. Der Einsatz sich gelohnt: Wulli und Wujani, zwei kleine Bocklämmer, werden zukünftig in der Umweltbildung eingesetzt, denn in den Wilden Weiden des Höltigbaum sind handzahme Tiere eher selten. Hier sollen sie in Stadtkindern naturnahe Erlebnisse "zum Anfassen" ermöglichen.


Projekt "Fledermäuse"
(Jahrgang 2015/2016)

Den massiven Schwund von Lebensräumen für Fledermäuse nahmen Sophia Pfeiffer und Maray Stuhlmacher zum Anlass, die im Höltigbaum lebenden Fledermausarten zu erfassen und Fledermausquartiere zu schaffen. Mit ehrenamtlicher Unterstützung durch NABU Mitarbeiter Werner Jansen erkundeten sie in mehreren Exkursionen das Gebiet, bestimmten Arten, suchten geeignete Orte und hängten insgesamt 5 Fledermauskästen an Bäumen auf. Immerhin fünf Arten konnten nachgewiesen werden: Breitflügelfledermaus, Wasserfledermaus, Langohrfledermaus, Großer Abendsegler und Zwergfledermaus. Regelmäßige Kontrollen der Quartiere in den folgenden Jahren sollen Informationen liefern, ob die Unterkünfte von den Tieren angenommen werden. Eine selbst gestaltete Informationstafel gibt am Pflegehof sowie in der Nähe des Rückhaltebeckens Auskunft über das Projekt.


Projekt "Eidechsenhotels"
(Jahrgang 2014/2015)

Ein Herz für die selten gewordenen Eidechsen zeigten die beiden FÖJlerinnen Viktoria von Buch und Marianne Franke. Da der Eidechsenbestand im Naturschutzgebiet Höltigbaum in den letzten Jahren zurückgegangen ist, wählten die beiden als FÖJ Projektthema den Bau von so genannten „Eidechsenhotels“. Hierfür errichteten sie in einer mehrtägigen Aktion Haufen aus Totholz, die mit einem weichen Bett aus Sand unterlegt sind. Diese Totholzhaufen bieten den Eidechsen neuen Lebensraum, einen Platz zum Sonnen und ein ausgiebiges Nahrungsangebot. Nicht nur die Eidechsen freuen sich über das neu gewonnene Heim, auch Erdkröten, Blindschleichen und viele Käfer fühlen sich hier wohl. Ein Tipp für Gartenbesitzer: Auch ein kleiner Haufen Totholz fördert die Artenvielfalt. Mit wenig Aufwand lässt sich viel erreichen!


Projekt "Eichhörnchenrallye"
(Jahrgang 2014/2015)

Eine vorhandene Idee griffen Marianne Franke und Viktoria von Buch wieder auf und überarbeiteten die "Eichhörnchenrallye" am Höltigbaum. Herausgekommen ist ein attraktives Besucherangebot, das die Bandbreite der Aktivitäten im Höltigbaum auf charmante Weise bereichert. Die beiden entwickelten zwei Rucksäcke,  die Spannendes, Informatives und Spielerisches zum Thema Eichhörnchen enthalten. Auf  dem ca. einstündigen Rundwanderweg beantworten die Kinder zwölf Fragen rund um Emil, das Eichhörnchen. Begleitet wird die Tour durch Spielvorschläge, durch Emil selbst und ein Buch, das die Lebensweise der kleinen Nager erläutert. Der Forscherrucksack kann von Familien gegen ein Pfand im Haus der Wilden Weiden ausgeliehen werden.


Projekt "Kiesbeet"
(Jahrgang 2013/2014)

Mit dem Thema "Pflanzen im Höltigbaum" beschäftigte sich Annika Tiesler und legte in unmittelbarer Nähe zum Haus der Wilden Weiden ein Kiesbeet an. Hier können Besucher sich anschauen, welche Pflanzen im Höltigbaum zu finden sind. Schilder zeigen ein Foto der Pflanze sowie eine kurze Beschreibung.

 

 


Projekt "Sprunggrube"
(Jahrgang 2011/2012)

Die Attraktivität der Freizeitfläche für Besucher zu erhöhen und spielerisch Wissen zu vermitteln: aus diesen Vorgaben heraus entwickelte FÖJler Melwin Hoffmann die Idee zum Bau einer Sprunggrube. Mit großem körperlichem Einsatz und viel Recherchearbeit zu den Höchstleistungen von Mensch und Tier stellte Melwin (fast) in Alleinarbeit seine Projektarbeit fertig. Wer wissen möchte, ob er mit Maus, Wildschwein & Co. sportlich mithalten kann, der ist herzlich eingeladen, hier einen Sprung zu wagen.


Projekt "Höltigbaum-Kalender"
(Jahrgang 2011/2012)

Die Schönheit des Höltigbaum in Bildern festzuhalten, das war FÖJlerin Nina Dziggel ein Anliegen. Mit der Kamera bewaffnet durchstreifte sie während des FÖJ Jahres regelmäßig das Naturschutzgebiet und stellte aus den schönsten Bildern einen Jahreskalender zusammen, der im Haus der Wilden Weiden für € 5,00 erworben werden kann. Aufgrund einer Verletzungspause wurde Nina bei der Fertigstellung tatkräftig von ihrem Kollegen Melwin Hoffmann unterstützt.

 

 


Projekt "Höltigbaum-Quartett"
(Jahrgang 2006/2007)

Maren Bumbke und Manuel Mergenthaler dachten sich etwas Besonderes aus, um die Vielfalt der Natur des Höltigbaum den Besuchern näher zu bringen. Gemeinsam erarbeiteten sie ein Quartett, das Tiere z. B. aus der Welt der Insekten, der Amphibien oder der Landschaftspflege zeigt. Die Spieler lernen "ganz nebenbei" die Vielfalt des Hötigbaum kennen. Auch der schwarze Peter darf hierbei nicht fehlen: Müll, den achtlose Besucher in die Landschaft werden, führt in diesem Fall ganz schnell zum Spiel-Aus. Das Spiel kann im Haus der Wilden Weiden für 2,- Euro erworben werden.

 

 


Projekt "Wildbienenhotel"
(Jahrgang 2005)

Artenvielfalt fördern und Wildbienen ein Zuhause geben. FÖJlerin Evelyn Lukat sorgte sich um den Bestand der Wildbienen am Höltigbaum und setzte in Eigenregie engagiert  ihr Projekt "Wildbienenhotel" in die Tat um. Auch andere Insekten finden hier ein Zuhause: Die  Schornsteinwespe mit ihren beeindruckenden Bauten ist hier ebenfalls "eingezogen".