Besuchen Sie unsere Ausstellung im Haus der Wilden Weiden!

Seit der Einweihung des Besucherinformationszentrums im Jahre 2008 lockte die interaktive Ausstellung bereits viele Besucherinnen und Besucher in die Wilden Weiden des Höltigbaum.

Eine Überarbeitung und Ergänzung der Ausstellung war aus verschiedenen Grünen nötig: Zum einen erforderten geänderte Nutzungsanforderungen neue Raumlösungen. Zum anderen sollte die Ausstellung um weitere Aspekte ergänzt und veraltete Technik modernisiert werden. Kuratorin Heike Kirchhoff hat dem Haus der Wilden Weiden ein neues und einladendes Gesicht gegeben. Am 1. Juni 2017 wurde die neue Ausstellung im Haus der Wilden Weiden feierlich eingeweiht. Eine Verbindung von drinnen nach draußen zu schaffen, war ein zentrales Ziel der Ausstellung. Was der Besucher bei seinem Rundgang im Naturschutzgebiet sieht, soll er in der Ausstellung wieder finden.

Großformatige Darstellungen zur Biologischen Vielfalt im Höltigbaum sprechen die Emotionen des Betrachters an und machen dadurch Vielfalt erlebbar. Leichte bauliche Veränderungen sorgen für einen freien Blick von drinnen nach draußen in die halb offene Weidelandschaft. Das Ausstellungskonzept ordnet die bestehenden Themen der Ausstellung, Wiese, Wald, Wasser, Beweidung und Geschichte neu, und gibt eine klare, intuitive Besucherführung vor. Neue Ausstellungselemente ergänzen Bewährtes.

Die Beweidung mit Galloways und Schafen und ihre positiven Auswirkungen auf die Artenvielfalt und das Landschaftsbild sind Schwerpunktthema im Obergeschoss. Neu ist hier die Medieneinheit „Landschaften lesen“. Neben Informationen rund um die Arbeit des Landwirtes im Höltigbaum erfährt der Besucher bei der Gegenüberstellung von konventioneller Landwirtschaft und der Wirtschaft in der halboffenen Weidelandschaft sowohl die regionalen als auch globalen Auswirkungen auf Natur und Umwelt.

Der geschichtliche Teil wird unter Verwendung von Motiven des Niederländers Rien Poortvlie illustriert und durch eindrucksvolle Pfeil-Repliken der eiszeitlichen Rentierjäger aus dem Ahrensburger Tunneltal ergänzt. Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass es auf Höltigbaum viele wilde Weidetiere gab. Heute füllen die Galloways und Schafe die Lücke fehlender Wildtierarten.

Texttafeln an den Wänden informieren über das Wesentliche jedes Themas. Detaillierte Informationen erhalten die Besucherinnen und Besucher am neuen „Thementisch“. Aus den Karteikarten wählt jeder selbst, zu welchen Arten und Themen er oder sie weiteres Wissen wünscht.

Eine Multimediastation mit einer Fülle von Themen rund um den Höltigbaum heute lädt zum Verweilen, Stöbern und Vertiefen ein. Die beliebte Zeitmaschine ist überarbeitet und in kleinere Reisestationen unterteilt worden. Darüber hinaus wurde die Wände passend zu den Zeitabschnitten im Hörspiel gestaltet, so dass Hören, Sehen und Lichteffekt ein atmosphärisches Erleben schaffen. Für Kinder gibt es nun einen eigenen Bereich mit vielen interaktiven Möglichkeiten.